Spielkartenfabrik

Im Jahr 1832 gründeten in der Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Altenburg die Brüder Otto und Bernhard Bechstein ihre Herzogliche Sächsische Altenburger Concessionierte Spielkartenfabrik. Im Jahr 1886 wurde die Firma nach mehrmaligem Besitzerwechsel in Altenburger Spielkartenfabrik AG umbenannt. Sieben Jahre später übernahm Carl Schneider, ein Mitbegründer des Spielkartenmuseums, die Firma. Unter ihm gewann die Firma an technischen, künstlerischen und gestalterischen Know-how. Im Jahr 1897 wurde sie von der Stralsunder Spielkartenfabrik übernommen.

Auf der Hauptversammlung am 14. Februar 1931 beschloss man die Zusammenlegung der Betriebsstätten Stralsund und Altenburg und den Umzug des Unternehmens nach Thüringen. Firmiert wurde nunmehr unter Vereinigte Altenburger und Stralsunder Spielkarten-Fabriken, A.G., Altenburg.
1931 verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz von Stralsund nach Altenburg. Die Produktion in Stralsund wurde im September desselben Jahres aufgegeben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg trennten sich für über 40 Jahre die Wege des Unternehmens. Die Vereinigte Altenburger und Stralsunder Spielkartenfabrik zog vorübergehend nach Mannheim, um dann 1956 nach Leinfelden bei Stuttgart zu ziehen. In Altenburg wurde noch bis zur völligen Demontage des Werkes im Jahr 1946 weiterproduziert. Am 3. Mai des Jahres wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Die Spielkartenfabrik war jetzt ein Landeseigener Betrieb des Landes Thüringen. Elf Jahre später wurde daraus der Volkseigene Betrieb VEB Altenburger Spielkartenfabrik, Altenburg Thüringen.
Im Jahr 1991 wurde die Altenburger Firma unter den Namen Altenburger Spielkartenfabrik reprivatisiert und durch die Treuhand an die Vereinigte Münchener Spielkartenfabriken, F. X. Schmid verkauft. F. X. Schmid wurde 1996 von der Firma Ravensburger übernommen. Im gleichen Jahr verlor die Spielkartenfabrik in Altenburg den Namensstreit mit der Firma Vereinigte Altenburger und Stralsunder Spielkartenfabriken AG. Leinfelden/Echterdingen. Die Spielkartenfabrik musste sich daraufhin umbenennen, der neue Name war "Spielkartenfabrik Altenburg GmbH".
Derweilen musste das Unternehmen in Leinfelden Konkurs anmelden. Daraufhin wurde die ASS-Spielkarten Verlag GmbH gegründet und von der Blatz Gruppe übernommen. Der Firmensitz wurde am 1. Oktober 1996 nach Steinenbronn verlegt.

1997 wurde das Spielkartenprogramm von F. X. Schmid in die Altenburger Produktion integriert. Damit war die Spielkartenfabrik Altenburg in die erfolgreiche Marktbearbeitung des größten europäischen Spiele- und Puzzleherstellers eingebunden. 1999 übernahm Ravensburger die Firma Berliner Spielkarten. Auch für diese Tochtergesellschaft wird in Altenburg produziert. 2000 erfolgte die Integration der Marke Berliner Spielkarten mit den zusätzlichen Produktfeldern Spiele und Puzzle in die Spielkartenfabrik Altenburg. Der Standort Altenburg ist zielstrebig zu einer der bedeutendsten Produktionsstätten für Spielkarten aller Art in Europa ausgebaut worden.

2002 übernahm der internationale Spielkartenhersteller Cartamundi, der ein Jahr zuvor den ASS Spielkartenverlag in Steinenbronn übernommen hatte, die Spielkartenfabrik Altenburg von der Ravensburger Gruppe. Damit sind die seit 1946 auf Grund der Nachkriegsergebnisse getrennten Firmen wieder in einem Unternehmensverbund zusammengefasst. Im Jahr 2003 erfahren auch die Marken "ASS" und "Altenburger" ihre Zusammenführung: die neue Marke heißt "ASS Altenburger". Die Produktion in Leinfelden wurde nach Altenburg verlagert. Umfangreiche Investitionen in fertigungstechnische sowie lagermäßige Kapazitäten wurden getätigt. 2005 wurde das Fabrikgebäude in Altenburg durch einen Neubau auf dem aufgegebenen Grundstück des Kreiskrankenhauses stark ergänzt.

Quelle Wikipedia

Hompage der Altenburger Spielkartenfabrik