Altenburg
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Unser Schloss
Die ehemalige Residenzstadt Altenburg ist über 1000 Jahre alt, liegt im Osten des Freistaates Thüringen und gehört zur Metropolregion Sachsendreieck. Altenburg ist Kreisstadt des Landkreises Altenburger Land. Mit ihren etwa 37.000 Einwohnern ist die Stadt in der Landesplanung als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums ausgewiesen. Sie wurde vor allem durch das hier um 1820 erfundene Kartenspiel Skat bekannt.
Geschichte
Die ersten Siedlungen im heutigen Stadtgebiet entstanden schon vor rund sechstausend Jahren. Schon damals war der Boden im Altenburger Raum sehr fruchtbar, zudem boten die Wälder und die fischreichen Gewässer genug Nahrung. Auch boten die aufragenden Porphyritfelsen Schutz vor Angreifern. Zwischen 1300 und 700 v. Chr. fand eine starke Besiedlung des Gebietes statt, jedoch sind auch erhebliche Siedlungsschwankungen festzustellen. Aufgrund der Zerstörung des Thüringer Reichs 531 n. Chr. siedelten sich immer mehr westslawische Stämme im Altenburger Raum an. In dieser Zeit entstand auf den Porphyritfelsen die erste Burganlage.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Altenburg im Jahr 976. Vorausgegangen war die Slawenunterwerfung östlich der Elbe-Saale-Linie seit dem Jahr 928 durch Heinrich I. und die Gründung der Markgrafschaft Meißen. Es wird angenommen, dass die slawische Wallanlage auf dem Porphyritfelsen durch deutsche Ritter eingenommen und als Burgward umfunktioniert wurde. Am 1. August 976 schenkt Kaiser Otto II. die Stadt Altenburg dem Bistum Zeitz. Die nächste urkundliche Erwähnung erfolgt erst 1132, als Kaiser Lothar III. die Kaiserpfalz Altenburg nutzte. In der Urkunde wird sie „castro Plysn“ genannt. Die Kaiserpfalz war der Grund, dass aus der Siedlung, die sich unmittelbar bei der Pfalz befand, eine Stadt wurde, die jetzt den Namen Altenburg trug. Zudem trug die Reichsstraße „Via Imperii“ dazu bei, dass sich Handwerker und Kaufleute ansiedelten. Neben der Siedlung am Brühl gab es noch eine weitere Siedlung um den Nikolaikirchturm. Dieses Gebiet kam erst in der Zeit unter Kaiser Friedrich I. zu Altenburg.
Altenburg anno 1650

Markt um 1850
1192 wird in einem Dokument erstmals der Neue Markt erwähnt und ist somit ein Beleg, dass sich die Stadt vom alten Markt „Brühl“ Richtung Süden ausbreitete. 1223 bekommt Altenburg mit St. Nikolai eine zweite Stadtkirche. Der Kirchturm stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert und diente vorher als Wachturm. Auch zwei weitere Klöster entstanden, 1238 am westlichen Ende der Stadt ein Franziskaner-Kloster und vor 1245 das Nonnenkloster der Magdaleniterinnen (Weißfrauen). Die Stadtgrenze (Mauer) war danach großzügig angelegt, so dass lange Zeit keine Erweiterung vorgenommen werden musste. Zudem besaß Altenburg fünf Stadttore.
Altenburg im 20.Jahrhundert

Der Skatbrunnen
1901 wurde das erste Auto in Altenburg zugelassen, 13 Jahre später waren es schon 191. Während des Ersten Weltkrieges wurden 21.600 Soldaten aus dem Herzogtum zum Kampf geschickt, darunter viele Altenburger. Von diesen 21.600 Soldaten kamen 3.943 nicht wieder zurück. Auf dem Militärflugplatz an der Leina begannen am 7. November 1918 Unruhen. Am 13. November dankte Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg ab. Altenburg wurde daraufhin zur Landeshauptstadt des Freistaats Sachsen-Altenburg, der am 1. Mai 1920 im Land Thüringen aufging.
Altenburg war eine Hochburg der SPD, die 1932 mit der KPD eine Arbeitsgemeinschaft im Stadtrat gebildet hatte. Nach der Machtübertragung Hitlers als Reichskanzler kam es in der Stadt zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der Arbeiterparteien und dem Kampfbund Schwarz-weiß-rot. 91 kommunistische Funktionäre wurden verhaftet und zum Teil in Konzentrationslager verbracht. Trotzdem erhielten bei den unfreien Märzwahlen 1933 die Kandidaten der Arbeiterparteien noch mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen. Am 2. Mai fand ein weiterer Pogrom gegen Gewerkschafter und Abgeordnete der Arbeiterparteien statt. Der SPD-Landtagsabgeordnete Erich Mäder, der Hitler im Landtag peinlich verhört hatte, wurde aus Rache von den Nazis misshandelt und starb an den Folgen im Januar 1934. Weitere Verfolgte der Faschisten waren Angehörige der Zeugen Jehovas, Wehrmachtsdeserteure und „Wehrkraftzersetzer“, insgesamt 274 anerkannte Opfer des Faschismus, darunter 45 ermordete oder an den Haftfolgen verstorbene Personen. 96 jüdische Bürgerinnen und Bürger Altenburgs verloren durch die NS-Terrorherrschaft ihr Leben, über 100 wurden in die Emigration getrieben. 390 Personen wurden Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde.
Im Zweiten Weltkrieg erlebte Altenburg zwischen 1940 und 1945 mehrere Fliegerangriffe, insgesamt heulten 265-mal die Sirenen. Zwischen 1941 und 1945 befanden sich im Stadtgebiet mehrere Lager, in denen Häftlinge des KZ Buchenwald und ausländische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter untergebracht waren. In dieser Zeit arbeiteten rund 13.000 Häftlinge für den Rüstungskonzern HASAG. An insgesamt 431 Opfer wird auf dem Friedhof gedacht. Am 15. April 1945 marschierten US-amerikanische Truppen kampflos in die Stadt ein, vorausgegangen war ein Handstreich Altenburger Antifaschisten. Die Rote Armee übernahm die Region Altenburg am 1. Juli 1945.
In den Jahren 1949 und 1950 kam es in Altenburg zum Widerstand gegen das DDR-Regime. Die Widerstandsgruppe bestand aus Schülern und Lehrern des Friedrichgymnasiums. Höhepunkt der Aktionen war der Bau eines Senders. Mit diesem Sender wurde die Radiorede Wilhelm Piecks zu Stalins 70. Geburtstag im Umkreis von ca. 40 km gestört. Statt der Rede hörten die Radiohörer kurze kritische Äußerungen der Widerstandsgruppe. Die deutschen und sowjetischen Behörden kamen jedoch bald dahinter, wer an den Aktionen beteiligt war, woraufhin es zu Verhaftungen kam. Nur wenige konnten vorher fliehen. Bei den anschließenden Gerichtsverhandlungen in Weimar wurden einige Mitglieder der Widerstandsgruppe zum Tode verurteilt.
Quelle:Wikipedia
Einwohner
1981 erreichte die Bevölkerungszahl mit 55.827 ihren historischen Höchststand. Seit der Wende in der DDR sank die Einwohnerzahl von Altenburg ständig. Auch Eingemeindungen konnten diesen Trend nicht stoppen. Gründe für die ständige Abnahme der Einwohnerzahl sind vor allem der Wegzug junger Leute aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der Geburtenrückgang. In den 1990ern kam noch die Suburbanisierung hinzu. Viele Menschen zogen aus der Stadt und bauten ein eigenes Haus in den Nachbargemeinden.
Altenburg heute
Der amtierende Oberbürgermeister in Altenburg ist der SPD-Politiker Michael Wolf. Am 7. Mai 2006 wurde er mit 94,5 Prozent wiedergewählt. Dieses hohe Wahlergebnis kam zustande, da andere Parteien keinen Gegenkandidaten aufgestellt hatten. 520 Personen machten von ihren Recht Gebrauch, selbst einen Kandidaten auf die Liste zu setzen. Die Wahlbeteiligung bei der Oberbürgermeisterwahl lag nur bei knapp über 30 Prozent.
Das zeigt wohl eine ganze Menge über den Frust und die Wahlmüdigkeit der Altenburger.
Baulicherseits hat sich nach der Wende natürlich einiges getan,wo man aber sagen muss,wenn es nicht so viele Privatinvestoren und Geschäftliche Investoren gäbe,würde Altenburg warscheinlich noch wie kurz vor der Wende aussehen.
Durch die hohe Arbeitslosigkeit von durchschnittlich 20 bis 25% ist die Kaufkraft der Altenburger vergleichsweise niedrig,so kaufen die meissten Menschen dort ein wo es billig ist,also in den Einkaufszentren auf der grünen Wiese.
So gibt es zwar viele kleine Geschäfte und Boutiquen aber die Preise dort sind für die wenigsten Menschen erschwinglich.
Arbeitslosenquote bis 2007
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